Wissenswertes (OMAN)

Die Flagge Omans besteht in ihrer heutigen Form seit 1995.Im 18. und 19. Jahrhundert, unter der Herrschaft der Said-Dynastie, war Oman einer der mächtigsten Seefahrerstaaten im arabischen Raum. Wie die Scheichtümer an der Nordküste Omans am Persischen Golf führte auch Oman traditionell eine rein rote Flagge des Scherifen von Mekka ein. Nach Übernahme der Herrschaft durch Sultan Qabus bin Said 1970 und der Umbenennung des Landes von Sultanat Maskat und Oman in Sultanat Oman wurde ein Design-Wettbewerb zur Gestaltung einer neuen Flagge durchgeführt. Sie besteht aus einem vertikalen roten Streifen am Flaggenmast und horizontalen Streifen in weiß, rot und grün. Im vertikalen roten Streifen ist das Staatsemblem bzw. das Emblem der regierenden Dynastie eingefügt. Die neue Flagge Omans wurde am 17. Dezember 1970 offiziell eingeführt, die Breite der Streifen wurde 1985 einander angeglichen und das Seitenverhältnis 2:3 festgelegt. Am 18. Oktober 1995 wurden die Proportionen auf 1:2 geändert und die Breite des roten vertikalen Streifens reduziert. Für die Farben gibt es unterschiedliche Deutungen.Weiß steht für den religiösen Führer, den Imam des Landes bzw. für Frieden und Wohlstand.Grün symbolisiert den Dschabal al-Achdar (grünes Gebirge) bzw. für Fruchtbarkeit. Der rote Streifen steht für die Hauptstadt Muskat bzw. für den Kampf gegen Invasoren.

Oman – Das Wichtigste in Kürze

  • Amtssprache Arabisch
  • Hauptstadt Muscat
  • Staatsform Absolute Monarchie
  • Staatsoberhaupt Seine Hoheit Sultan Qaboos bin Said Al Said
  • Fläche Oman 309,501 km2
  • Einwohnerzahl Oman 2,773,479 Millionen (2010)
  • Nationalhymne Nashid as-Salaam as-Sultani
  • Zeitzone GMT+4
  • Telefonvorwahl +968
  • Stromspannung 220-250V, 50 Hertz, englische dreipolige Stecker
  • Höchste Erhebung Jabal-Sham 2980 m
  • Küstenlinie ca. 1750 km am Indischen Ozean
  • Analphabetenrate 18,6 % (2006)
  • Durchschn. Lebenserwartung 74 Jahre
  • Wassergewinnung aus Entsalzungsanlagen
  • Flugzeit ab Mitteleuropa rund 6 Stunden
  • Notrufnummer Polizei 9999
  • Wochenende Donnerstag und Freitag
  • Feiertage 18. November (Nationalfeiertag und Geburtstag des Sultans),
  • 1. Januar (Neujahr)
  • gem. islamischem Kalender: Geburtstag von Prohet Mohamme (Milad un Nabi), Lailat Al Miraj (Nacht der Himmelfahrt) , Eid al Fitr(Fest nach Ramadan), Eid Al Adha(Opferfest), Islamisches Neujahr
  • BIP pro Einwohner
  • (Bruttoinlandprodukt) 7. 421 U$

EvBevölkerung

Oman ist eines der am dünnsten besiedelten Länder der Erde. Etwa 5 % der Bevölkerung leben noch als Nomaden. Zwischen 1994 und 2004 wuchs die Bevölkerung um 17,5 %. Zu dem steigenden Bevölkerungswachstum in den letzten Jahren trug vor allem der Zuzug ausländischer Arbeitnehmer bei.

Arbeits- und Öffnungszeiten

Allgemein haben Regierungsministerien, Botschaften und Konsulate von 08:00 Uhr bis 14:00 Uhr geöffnet.
Der Islam heiligt den Freitag. Freitag vormittag ist alles geschlossen. Freitag nachmittag ab spätestens 16.30 Uhr haben alle Geschäfte, Museen, Sehenswürdigkeiten und Märkte wieder geöffnet. Donnerstags gelten die regulären Öffnungszeiten, d.h. 10 Uhr bis 13 Uhr und 16.30 Uhr bis 22.00 Uhr.
Während des heiligen Monats Ramadan, ändern Geschäfte oft ihre Öffnungszeiten, indem sie eine längere Mittagspause einlegen und dafür abends länger geöffnet haben. Restaurants sind im Ramadan tagsüber entweder geschlossen oder bieten nur take-away an. Abends nach Sonnenuntergang ist dann alles wieder wie gehabt und es herrscht besonders viel Leben in den Strassen.

Religion

Staatsreligion ist der Islam. Etwa 75 % der Bevölkerung sind islamische Ibaditen. Die verbleibenden 25 % der Bevölkerung sind im Wesentlichen Sunniten, Schiiten und Hindus. Die Christen in Oman, die 2,5 % der Bevölkerung ausmachen, sind größtenteils Immigranten aus Ost- und Mittelasien.

Kleidung

Sie werden im Oman eine recht strikte Kleiderordnung vorfinden, die Sie respektieren sollten. Herrensollten grundsätzlich lange Hosen tragen; kurze werden als Unterhosen und Beleidigung betrachtet. Damen bitte nur lange Hosen oder Rock bis zur Wade, Schultern und Arme bedeckt halten und keinen Ausschnitt zeigen. Bei einem Moscheebesuch wird zusätzlich ein das Haar der Damen völlig verdeckendes Tuch verlangt. Sie haben keine Chance, ohne diese Kleiderempfehlung (auch die Herren!), eine Moschee von innen zu sehen. Die Omanis sind sehr freundliche, weltoffene und rücksichtsvolle Menschen, die man nicht durch deplatzierte Kleidung beleidigen sollte.

Politik

Gemäß der Verfassung von 1996 („Grundgesetz des Staates“) ist Oman eine absolute Monarchie (Sultanat). Oberster Herrscher des Landes ist der Sultan, der das Amt des Staatsoberhaupts und Regierungschefs in sich vereint. Die von ihm ernannten Minister haben nur beratende und administrative Funktion; derzeit gibt es 30 Minister. Die Rechtsprechung erfolgt nach islamischem Recht.
Der Nationale Konsultativrat (Majlis Oman) ist eine nach dem Zweikammersystem aufgebaute Versammlung mit lediglich beratender Funktion. Das Oberhaus, die Staatsversammlung (Majlis ad-Dawla), setzt sich aus 41 vom Sultan ernannten Mitgliedern zusammen. Das Unterhaus, die Beratende Versammlung (Majlis ash-Shura), wird von Omanern im Alter ab 21 Jahren auf drei Jahre gewählt, wobei der Sultan aus 164 gewählten Kandidaten schließlich 82 zu Mitgliedern der Versammlung ernennt. Außerdem hat der Sultan das Recht, die Wahl für ungültig zu erklären. Die Gesetzgebung erfolgt durch Dekrete; politische Parteien sind verboten.
Oman ist in acht Gouvernements gegliedert, die sich wiederum in Distrikte unterteilen.

Wirtschaft

Oman hat durch die Ende der 1960er Jahre einsetzende Förderung von Erdöl eine weitgehende Umstrukturierung von einer agrarisch ausgerichteten Wirtschaft zur exportorientierten Erdölwirtschaft erfahren. 2004 hatte die Landwirtschaft nur noch einen Anteil von 2 % am BIP, während die Industrie 56 % und der Dienstleistungssektor 42 % ausmachte. Im gleichen Jahr war das BIP um 3,1 % gewachsen. Die Arbeitslosigkeit unter den omanischen Staatsangehörigen lag 2004 im Durchschnitt bei 13,5 %.Erwerbstätig waren im Jahr 2000 6 % der Bevölkerung in der Landwirtschaft, 11 % in der Industrie und 82 % im Dienstleistungssektor. 2003 betrug der Anteil der Militärausgaben am BIP 12,2 %, derjenige für Bildung 4,6 % und derjenige für Gesundheit 3,2 %.

Währung

Die Währungseinheit in Oman ist der omanische Rial (üblicherweise abgekürzt mit R. O.) zu 1.000 Baisas. Er ist fest an den US-Dollar gebunden. 1 Rial entspricht 1,99 Euro beziehungsweise 1 Euro 0,5 OMR (15. März 2013). Inflation existiert so gut wie nicht und im Zehnjahresschnitt von 1985–1995 gab es eine Deflation von 0,2 %. 2003 betrug die Inflation im Durchschnitt −0,4 %. Man kann überall in R. O. bezahlen, nur selten hingegen in US-Dollar oder gar Euro. Es gibt viele Banknoten, auf denen Sultan Qabus abgebildet ist, denn sogar 100 Baisas (etwa 20 Euro-Cent) werden in Papiergeld ausgegeben.

Geschichte

Das heutige Oman war bereits in der Steinzeit besiedelt. In vorislamischer Zeit gehörte die Provinz Dhofar zum Reich der Sabäer, das durch die Legende vom Besuch der Königin von Saba bei König Salomo bekannt geworden ist. Oman war schon um 3.000 v. Chr. den Sumerern in Mesopotamien bekannt.
Nach der Übernahme des Islams um 630 n. Chr. wurde Oman Teil des Kalifats der Umayyaden und Abbasiden. Vor allem im Hinterland breitete sich um 700 die Sekte der Ibaditen aus, die im 9. Jh. im Innern des Landes ein unabhängiges Imamat gründeten. Teile der omanischen Bevölkerung wichen nach Ostafrika aus, wo sie die Vorherrschaft der Araber im westlichen Indischen Ozean begründeten. Die Hafenstadt Suhar stieg währenddessen zum bedeutendsten Handelszentrum der islamischen Welt auf und pflegte Kontakte bis in das Kaiserreich China und nach Ostafrika. Nach der Zerstörung Sohars durch die Buyiden (965) wurde das Land mehrmals von persischen Eroberern besetzt, bevor im Ende des 15. Jh./Anfang des 16. Jh. die Portugiesen die Kontrolle über Hormuz erlangten.
Im Kampf gegen die Eindringlinge wurde Oman unter der Yaruba-Dynastie seit dem 17. Jahrhundert vereinigt. Nach der Vertreibung der Portugiesen Mitte des 17. Jh. stieg Oman zur Seemacht im Indischen Ozean auf und Muskat wurde ein bedeutender Handelsplatz zwischen Arabien und Indien. Um 1730 eroberte Saif ibn Sultan Sansibar und weite Gebiete der ostafrikanischen Küste. Die Insel wurde 1840 durch Said ibn Sultan, auch bekannt als Sayyid Said (1806–1856), sogar zur Residenz erklärt. Um 1750 wurde die Said-Dynastie gegründet, die Oman bis heute beherrscht.
Von 1798 an erlangte Großbritannien in Oman Einfluss: Ein zwischen dem Sultan von Maskat und der britischen Ostindienkompanie geschlossener Vertrag stärkte die Vorherrschaft der Briten in der Golfregion. Dennoch erlebte Oman in der ersten Hälfte des 19. Jh. den Höhepunkt seiner Macht. Nach dem Verlust Sansibars (1856) begann der wirtschaftliche Niedergang des Landes, der durch die konservative Politik der Sultane noch verschärft wurde. Obwohl formal stets unabhängig, geriet Oman – unter anderem durch Verträge von 1891 – Ende des 19. Jahrhunderts in faktische Abhängigkeit von Großbritannien. Die britische Vorrangstellung endete schrittweise, insbesondere infolge des 1968 angekündigten Abzuges der britischen Truppen „östlich von Suez“.
Das 1913 von Bergstämmen im Landesinnern ausgerufene Ibaditen-Imamat wurde 1955 von Truppen des Sultans besetzt, der Imam nach einem Aufstandsversuch 1957 vertrieben. Sultan Said ibn Taimur, der von 1932 bis 1970 herrschte, beließ das Land in seiner Rückständigkeit und außenpolitischen Isolierung: Die Sklaverei wurde aufrechterhalten, hohe Binnenzölle erhoben, das Schulsystem auf Koranschulen beschränkt. Erst mit Beginn der Erdölförderung und dem Regierungsantritt von Qabus ibn Said, der 1970 seinen Vater abgesetzt hatte, kam es zu ersten Reformen: Abschaffung der Sklaverei sowie der Ausgangs- und Reisebeschränkungen, Verwendung von Teilen der Erdöleinnahmen für die Verbesserung der Infrastruktur.
1965 erhoben sich in der Provinz Dhofar Rebellen, die zum Teil vom Südjemen unterstützt wurden, gegen die Regierung. Beigelegt wurden diese immer wieder aufflackernden Auseinandersetzungen erst 1976. Im Zuge der irakischen Besetzung Kuwaits 1990 verstärkten die USA ihre militärische Präsenz in diesem Teil der Golfregion.





Flora und Fauna

In der Inneren Wüste wechseln sich Halbwüsten mit Trockengräsern, Dattelpalmen und Dornsträuchern und vegetationslose Vollwüsten ab. Die feuchten Gebirgshänge werden von Wäldern und Gesträuch mit Akazien, Maulbeerfeigen und Jasmin bedeckt. In den Karabergen überwiegen Trockensträucher, darunter der Weihrauchbaum. In Höhen über 1.000 m finden sich Wacholder, Ölbäume, Zedern und Euphorbien, an letzterer findet sich gelegentlich als Besonderheit der Parasit Hydnora johannis.
Unter den wildlebenden Tieren kommt noch das seltene Schwarze Stachelschwein vor; als Haustiere genießen Omans Dromedare einen besonderen Ruf. Es gibt etwa 85 Arten von einheimischen Vögeln, hinzu kommen Zugvögel, die man in Oman beobachten kann. Insgesamt wurden schon über 450 verschiedene Vogelarten gesichtet. Es gibt im Land Schutzgebiete für die an den Stränden Omans eierlegenden Meeresschildkröten. Die ursprünglich in freier Natur schon ausgestorbene Arabische Oryx wurde in den 1980ern wieder in einem Schutzgebiet angesiedelt, das Arabian Oryx Sanctuary wurde von der UNESCO 1994 als Weltnaturerbe anerkannt. Im Jahre 2007 wurde dem Gebiet als erstem weltweit das UNESCO-Patent wieder aberkannt, da es von der Regierung auf ein Zehntel verkleinert worden war und es damit die Voraussetzungen nicht mehr erfüllte.
Vor den Küsten liegen reiche Fischgründe mit Makrelen, Thunfischen, Sardinen und Haien, Walen und Delphinen.


Verständigung

Die Amtssprache ist Arabisch, daneben werden auch iranische (Balutschi, Persisch) und indoarische (Urdu) Sprachen gesprochen. Indische Sprachen werden immer verbreiteter. Handelssprache ist Englisch. Ein Teil der Bevölkerung spricht einen Swahili-Dialekt, wie er in Ostafrika und auf Sansibar gesprochen wird.

Alkohol

Die Restaurants und Bars innerhalb der Hotelanlagen sind lizensiert und servieren alkoholische Getränke. Ausserhalb der Hotelanlagen ist keinerlei Alkohol erhältlich.

Schweinefleisch

Nicht- Muslime können in bestimmten Restaurants Schweinefleisch essen – jedes Gericht, das Schweinefleisch enthält, wird separat von den Gerichten ohne Schweinefleisch zubereitet und ist deutlich auf der Speisekarte gekennzeichnet.

Trinkgeld

In den meisten Hotels und Restaurant sind bereits 17% Servicecharge und Steuer in der Rechnung enthalten. Trinkgelder werden nicht erwartet. Gepäckträger, Zimmermädchen, Fahrer und Führer freuen sich über ein kleines Trinkgeld.